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Zug verpasst wegen Sturm Niklas?

Zug verpasst wegen Sturm Niklas?

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Viele Reisende haben ihren Zug verpasst wegen Sturm Niklas. Dieser tobte in den letzten Tagen über Deutschland und so ganz sind die Nachwehen noch nicht verkraftet. Doch noch während es windete, wurde schon fleißig spekuliert, ob die Bahn für den Ausfall gegenüber dem Fahrgast verpflichtet sei, die Kosten zu erstatten. TBER hat sich dieser Thematik einmal angenommen und dieses herausgefunden:

 Zug verpasst wegen Sturm Niklas und jetzt?

Erst einmal ist es schon ärgerlich genug, wenn man wegen eines Wetterphänomens seinen Zug verpasst. Mit Sicherheit nicht wegen der ach so tollen Bahnfahrt, sondern eher wegen des ganzen Nachgangs diesbezüglich! Da plant man sein Wochenende, man informiert die Freunde, man will so gerne die eine Stadt sehen oder man muss schlichtweg zur Arbeit. Doch was macht man nachdem der erste Frust verflogen ist? Als erstes muss sichergestellt sein, dass es ein offizieller Ausfall ist. Die Bahn kann sich nicht mit der Aussage „Der Sturm war Schuld!“ aus der Affäre ziehen. Entsprechend eines Urteil des Europäischen Gerichtshofes aus September 2013 (Rechtssache C-509/11) ist genau das nicht mehr so einfach. So stellte sich die Bahnsituation am 31.03.2015 dar:

Zug verpasst wegen Sturm Niklas - Meldung der Deutschen Bahn vom 31.03.2015

Zug verpasst wegen Sturm Niklas – Meldung der Deutschen Bahn vom 31.03.2015

Diese Dinge müssen unbedingt erledigt werden jetzt

Wer seinen Zug wegen Sturm verpasst oder Verspätung in Kauf nehmen muss, der hat erst einmal folgende Ansprüche, die er geltend machen kann, ob diese dann auch gerechtfertigt sind, ist gesondert zu klären:

  • Bei einer Verspätung ab 60 Minuten können 25% vom Fahrpreis erstattet werden
  • bei einer Verspätung ab 120 Minuten sind bis zu 50% erstattungsfähig.

Doch es ist nicht damit getan, zum Infoschalter zu gehen und zu sagen, dass man wegen des Sturms den Zug verpasst hat! Das muss schon alles seinen bürokratischen Weg gehen – immerhin legen wir in Deutschland ;-) Wichtig ist, dass sichergestellt ist, dass ihr Euren Zug auch wirklich verpasst habt. Dazu muss ein entsprechendes Fahrgastrechte-Formular ausgefüllt werden. Dieses gibt es beim Zugbegleiter, am Informationsschalter oder direkt online auf der Webseite der Deutschen Bahn im Servicebereich. Dieses Formular muss dann mit der Originalfahrkarte im DB-Reisezentrum eingereicht werden und i.d.R. wird erhält man dort sofort die Entschädigung.

Was ihr noch machen könnt, um Euer Recht zu bekommen

[GARD ALIGN=“left“]Da solche großen Ausfälle bei der Bahn nicht undokumentiert bleiben, reicht manchmal auch ein formloser Antrag, den ihr bei der Bahn einreichen könnt zusammen mit dem Fahrschein. Denn derart begründete Ausfälle sind immer dokumentiert bei der Deutschen Bahn. Hilfreich kann es sein, sich bei einem Bahnmitarbeiter das Ticket als AUSGEFALLEN stempeln zu lassen. Dieses Vorgehen gilt übrigens nicht nur für die Deutsche Bahn, sondern für jedes Eisenbahnunternehmen. Wenn man sich nicht auf Eure Forderung einlässt, obwohl Ihr von Eurem Recht überzeugt seid, dann könnt Ihr Euch noch an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr wenden.

Autor: [TBer]

TBer, wer ist eigentlich dieser TBer? TBer ist ein ganz normaler Bewohner dieses Planeten genannt Erde. Er ist ein ganz normaler Typ mit einem Job, verschiedenen privaten Interessen, einer kleinen Familie und einem mehr oder weniger gesunden Menschenverstand, sowie einer eigenen Meinung und einer manchmal sehr eigenen Art von Humor. Eigentlich heißt er Thorsten W. D. Berger und wurde in den sehr frühen 70er Jahren mitten im Ruhrpott geboren. Dieser ist die Heimat eines ganz besonderen Schlag Menschen mit einer sehr innigen Beziehung zur Arbeit, die hier liebevoll "Maloche" genannt wird, hier gibt es auch eine ganz eigene Art von Humor, die man erst einmal verstehen muss. Viele Jahre seiner Kindheit hat er in einer der schönsten Städte der Welt, mit dem gestörtesten Verhältnis zu Düsseldorf verbracht: Köln. Die Jugend erlebte TBer aufgrund familiärer Umformungen in einem Bundesland, das ihm selber wie vielen anderen Menschen auch ein kleines Geheimnis ist: Hessen. Von hier aus ging die Reise über Bayern in den Norden der Republik. Seit Mitte der 90er nun schon wohnhaft im interessanten und manchmal verwirrenden Hannover. Von hier aus erzählt TBer von seinen Erlebnissen, Gedanken und lässt diesen auch manchmal einfach freien Lauf in seinen Texten und/oder Videos. TBer ist der Typ Mensch, der sich basierend auf seiner Erfahrung das Leben einmal genauer betrachtet und viele Geschehnisse auf sich wirken lässt unter Berücksichtigung der modernen Informationstechnologie und Quellen, die dem interessierten Bürger zur Verfügung stehen. Er hat niemals und wird niemals den Anspruch erheben, alles richtig zu verstehen, geschweige denn verstanden zu haben. Es ist auch nicht alles bierernst zu nehmen oder gar wissenschaftlich fundiert, was hier so zu finden ist. Doch auch diese Gedanken dürfen und müssen von einem mal zu Ende gedacht werden! Wichtig ist, einfach mal mit den Gedanken auszubrechen und sich zu lösen von indoktrinierten Gedankenmustern und zu erkennen, ob es da draußen doch irgendwo intelligentes Leben gibt....

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