TBers Welt

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Am Steinstrand von Kefalos nahe dem Fischereihafen und abseits des Touristenstroms
Am Steinstrand von Kefalos nahe dem Fischereihafen und abseits des Touristenstroms

Tagesausflug nach Kefalos und Pyli – Tag 6

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Spontanität wird belohnt – Kefalos ist nicht nur Tourismus!

Nachdem wir wieder erfolgreich das Frühstücksbuffet erobert hatten ging es zur Begrüßung eines neuen tollen Sonnentages hinaus an den Pool für einen kleinen Cappuccino nach der Nahrungsaufnahme. Er kommt zwar in einem Pappbecher daher am Pool, aber der Geschmack ist ja auch wichtig und der ist für die Verhältnisse ausgezeichnet. Nachdem wir lautstark vom Animationsteam in die Realität geholt wurden kam uns in den Sinn, doch noch einen Ausflug zu machen an diesem Tag. Einfach mal spontan an die Rezeption und nach einem Auto gefragt. Wer sich freundlich verhält und mit den Menschen sinnvoll kommuniziert, dem wird auch geholfen. Innerhalb von 10 Minuten sollte uns ein kleiner Fiat Panda zur Verfügung stehen. Mit diesem wollten wir dann in den Süden der Insel und uns Kefalos ansehen!

Sachen packen fertig los!

TBers Welt - Frühstück im Caravia Beach und dann auf die Straße!

TBers Welt – Frühstück im Caravia Beach Hotel
und dann auf die Straße!

Dann schnell mal aufs Zimmer und die wichtigsten Dinge noch schnell eingepackt: GoPro, Ersatzakkus, Mütze, Sonnenbrille, Sonnenmilch, kalte Getränke. Alle Mann einsteigen und los geht es in Richtung Kefalos! Die Strassen sind hier auf der Insel alle etwas in die Jahre gekommen, das ist aber nicht tragisch, schnell fahren will man im Urlaub eh nicht und Autos sind auch alles keine Rennwagen. Darum geht es auch gar nicht, man ist im Urlaub. Die einheimischen Autofahrer erkennen Touristen auf 1000 km gegen den Wind und passen sich auch freundlich an deren Fahrstil an. Hier gibt es nicht viel zu beachten, außer immer freundlich und defensiv zu bleiben – genau so fahren die Einheimischen auch. Was mir allerdings aufgefallen ist, ist dass eine defekte Karosse und ein funktionierender Motor ein vollwertiges Fahrzeug ausmachen ;-)



Richtung Kefalos ist von der Mitte der Insel Richtung Süden gesehen. Also auf die große Hauptverkehrsstraße der Insel – ja, es gibt diese eine pulsierende Lebensader von Norden nach Süden von der alle wichtigen und relevanten Punkte erreichbar sind. Irgendwann nach ein paar wenigen Kilometern und ein paar mehr Serpentinen und Steigungen und Gefällen dann endlich in Kefalos. Kefalos selber ist ein Straßendorf. Es zieht sich zu Beginn sehr und endet dann in einem kleinen Ortskern, der irgendwie aussieht wie so viele andere, die man hier auf der Insel schon gesehen hat. Hier gibt es die klassischen Dinge zu kaufen: gekühlte Getränke, billige Immitate, Wasserspielzeuge für die kleinen und eben das „typisch griechische Essen“.

Jetzt beginnt der interessante Teil von Kefalos

TBer reist - Kefalos auf Kos in Griechenland

TBer reist – Kefalos auf Kos in Griechenland

Hier muss man einfach mutig weiter fahren. Vorbei an einer Schule, die faszinierender Weise einen Sportplatz mit einem ca. 3 Meter hohen Zaun direkt an der Klippe hat! Hier möchte man nicht derjenige sein, der den Ball beim Fußball holen muss. Kurz hinter dem Ortskern geht es dann wieder etwas hinunter und man denkt fast, dass man durch ist durch Kefalos – Mitnichten! Es folgt eine sehr starke Steigung mit einer Serpentine, die ihrem Namen gerecht wird und dann geht es auch schon wieder bergab. Man fährt auf einen keinen Steinstrand zu, an dem man unbedingt anhalten sollte. Hier ist der kleine Fischereihafen von Kefalos.

Hier gibt es in allen Restaurants sehr frischen Fisch und tatsächlich einheimische Speisen neben den Vielen Touristenangeboten. Der Hafen selber liegt sehr verschlafen in der Bucht und wirkt fast schon gespenstig, aber sehr entspannend. Am Steinstrand kann an unbesorgt auch einmal ins Wasser gehen oder einfach die Berge, das Meer und den Horizont auf sich wirken lassen. Genau hier sind viele der Bilder entstanden, die auch im Video auf YouTube zu diesem gesamten Blog Thema zu sehen sind.

Die Strandpromenade am Hafen von Kefalos

Dieser Absatz wird um einiges kürzer, denn die Promenade ist es ebenfalls. Man kann am Strand das Auto stehen lassen oder sich einfach weiter hinten einen Parkplatz suchen. Hier findet man nur sehr wenige Touristen und Strand ist auch nicht unbedingt zu erwarten. Alles ist in relativ sauberem Zustand und wir haben uns dann letztendlich für ein etwas besser besuchtes Restaurant direkt an der Promenade entschieden. Wie auch sonst überall spricht man (gebrochen) Englisch, aber das reicht ja auch, und es gibt freies WLAN. Das Passwort zu diesem war laut Aushang immer noch das gleiche wie im Vorjahr, aber so lange es funktioniert ist doch alles prima.

TBer reist - der Fischereihafen von Kefalos auf Kos

TBer reist – der Fischereihafen von Kefalos auf Kos

Hier haben wir uns ein wenig an die scheinbar/vermeintlich einheimischen Gerichte gewagt. Allesamt sehr lecker und der Inhaber war auch sehr freundlich, schnell und offensichtlich kompetent. Das Essen in Ruhe sacken lassen und dann bezahlt. Preise alles in allem erwartungsgemäß – nicht zu teuer, aber eben auch nicht unbedingt ein Superschnäppchen. Also wieder zum Auto und noch einmal die Sonne an der Promenade genießen bei der Abfahrt. Die Strecke bietet auch in die umgekehrte Richtung ihren Charme, vor allem auf Gegenverkehr ist zu achten, denn die Einwohner überholen auch schon mal an Stellen, an denen sich hier zu Lande niemand mit einem Auto durch trauen würde.

Plötzlich überkommt zwei unserer Reisegruppe die unstillbare Lust auf ein leckeres Eis! Was also tun? Am besten weiter fahren und die Augen offen halten. Wir fahren also wieder komplett durch den Ort und als es kaum noch eine Chance gab, denn die Bebauung wurde spärlicher und die Straße auch schon wieder schlechter. Dann auf der linken Seite, wenn man den Ort verlässt, befindet sich eine kleine Eisdiele, die Original italienisches Eis im Angebot haben sollte. Wir also gedreht und gleich nachgesehen.

Der nächste Geheimtipp: Echt italienisches Eis!

Was soll man sagen, bei unserer Ankunft hörten wir den Inhaber Italienisch sprechen und an den Eisbehältern standen Namen wie „Amarenata“, „Gianduia“ und andere italienische Namen. Zusätzlich gab es noch viele sehr sehr gut klingende Namen (z.B. „Reeses„, „After Eight“, …). Es mag zwar erst einmal etwas verwirrend sein, dass man in seinem Griechenland Urlaub italienisches Eis genießt, aber in Deutschland gehen wir ja auch in griechische Restaurants ;-) Das Eis war auf jeden Fall der Hammer und die Preise sind auch sehr angenehm. Falls ihr in der Nähe seid, dann solltet ihr die Gelateria Mr. Gelato auf jeden Fall einmal besuchen!

So viele Strände auf Kos

TBer reist - Strand in Kefalos auf Kos in Griechenland

TBer reist – Strand in Kefalos auf Kos in Griechenland

Nun aber weiter mit dem Auto entlang den letzten Häusern von Kefalos. Die Strasse entfernt sich dann auch bald wieder von der Küstennähe, das macht dem ganzen aber keinen Abbruch, denn viele Strände sind hier ausgeschildert, die man sich vielleicht auch mal ansehen sollte. Wir haben uns für den wohlklingenden Namen Paradise Beach entschieden und sind hier den Schildern gefolgt. Die Strasse zum Strand ist etwas beschwerlich aber meistens sehr gut zu bewältigen. Hier kann man dann auch endlich Dinge sehen, die man an anderen Stränden vielleicht vermisst hat. So kann man hier zum Beispiel Jetski ausleihen oder mit dem Gleitschirm hinter einem Boot hergezogen werden.

Diese Strände sind in den Sommermonaten sehr überlaufen, kein Geheimtipp mehr. Allerdings noch nicht voll wenn man sich diese Orte in der Vorsaison anschaut. Die Aussicht auf die anderen Inseln ist super und das Wasser ist glatt und klar. Hier kann man ausgiebig und vor allem auch windgeschützt im Meer baden. Diese Seite der Insel ist meistens auf der anderen Seite des Windes, so dass es hier gefühlt wärmer als auf der Seite von Marmari ist. Wem der grundsätzliche Wind nichts ausmacht, der muss vom Hotel nicht diese Anfahrt auf sich nehmen.

Das historische Dorf Pyli

Wir haben uns dann wieder für den Rückweg zum Hotel entschieden. Da wir noch Zeit hatten, bis zur Rückgabe des Autos, sind wir von der Hauptstraße anstatt nach links in Richtung Hotel, spontan nach rechts in Richtung Pyli abgebogen. Dieses kleine Dorf soll einen historischen Kern haben. Die Einfahrt nach Pyli sieht nicht besonders historisch aus. Es ist wie überall erst einmal gespickt mit kleinen Souvenirläden und den üblichen Restaurants. Hier begegnen uns auch die ersten Menschen, die hier ihre Zuflucht aus anderen Ländern suchen.

Später im Ort kann man sich entscheiden, ob man weiter in Richtung des alten oder des neuen Pyli fährt. Wir folgen einem Schild, das uns mitteilt, dass es hier in Richtung eines historischen Platzes geht und dort auch eine alte Quelle zu finden sein soll. Wir biegen also nach rechts ab und folgen der Beschilderung. Kurz darauf kommen wir auch auf einen Platz, der weder groß ist, noch den Eindruck macht, besonders historisch zu sein. Einmal kurz umgesehen und weiter gefahren.

Der historische Brunnen von Pyli

Historischer Brunnen in Pyli auf Kos in Griechenland

Historischer Brunnen in Pyli auf Kos in Griechenland

Dann kommen wir an einen unscheinbaren Platz, der als Quelle ausgewiesen wird. Okay, Parkplatz suchen, Auto abstellen und die letzte 20 Meter zu Fuß. Das ist also „die Quelle“? Ein Steinblock mit verschiedenen Wasserauslässen. Es sieht alt aus, aber ob es historisch ist? Ruhig und abgelegen ist der Ort auf jeden Fall und so entschließen wir uns, hier einmal genauer hinzusehen. Es gibt ein paar Inschriften, die in den Stein gemeißelt sind, aber das war auch schon alles, was als „alt“ zu bemerken war (abgesehen vom augenscheinlichen Alter der metallenen Wasserauslässe). Ruhig und entspannend ist es hier.

Wir sehen uns um und entdecken, dass es hier tatsächlich „wild“ wachsende Bäume gibt, die wir sonst nur aus den Biologiebüchern in der Schule kennen. Oliven, Walnüsse und andere Grünpflanzen. Während wir mit den Handys noch recherchieren, welche Art von Vegetation hier noch so wächst, kracht mit großer Wucht etwas weiches auf mein Telefondisplay! „Vogelkacke“!!! Mitten aus dem Flug zielsicher mein Display getroffen. Also nehmt Euch alle in acht, die natürliche Luftwaffe Griechenlands ist äußerst treffsicher. Das war es dann auch schon mit Pyli

noch einen gemütlichen Abend erleben

Also entschieden wir uns für den Weg zurück zum Hotel. Da an der Mietwagenstation des Autoverleihers schon niemand mehr war, sichern wir das Fahrzeug und werfen den Schlüssel in den dafür vorgesehenen Briefkasten. Kurz aufs Zimmer, zum Abendessen und dann noch gemütlich an den Pool und die ersten Zeilen dieses Blogs verarbeiten. Das war ein umfangreicher Tag. Dennoch ist es entspannt mit einer Tagestour zu erledigen.

 

Die einzelnen Artikel / Tage (wird ergänzt, sobald ein neuer Teil verfügbar ist):

Autor: [TBer]

TBer ist Thorsten Berger, geboren 1971 im wunderschönen Ruhrpott und aufgewachsen in Köln und Hessen. Als Musiker und freischaffender Künstler bin ich geübt darin, mit offenen Augen durch das Leben zu gehen und auch mal genauer hinzusehen. Dies führt oft dazu, dass es mal mehr mal weniger humoristische Wahrnehmungen des Alltäglichen kommt. Alles mit einem kritischen und einem lächelnden Auge zu betrachten, so macht das Leben am meisten Spaß! Besucht mich doch auch einmal in den sozialen Netzen, die Links findet ihr rechts in der Leiste.

2 Kommentare

  1. Ich finde ja diese schöne Musik zu deinen Kos Reiseberichten einfach zum piepen ☝;) fein gemacht .

    • Vielen lieben Dank! Ich gebe mir auch irgendwie immer Mühe :) Wenn dir die Videos gefallen, dass lass doch auf YouTube einfach einen Follow oder einen Like da :) ich würde mich sehr freuen.

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