TBers Welt

der alltägliche Wahnsinn in Wort und Bild

Fisher Price Spielzeug Kinder Registierkasse

Störfaktor Kunde im deutschen Einzelhandel

| Keine Kommentare

Schlechte Laune an deutschen Supermarktkassen

Nachdem ich aktuell 7 Tage im sehr schönen Griechenland auf der Insel Kos gewesen bin, habe ich mal wieder mit Erschrecken nach der Rückkehr festgestellt, dass es in deutschen Supermärkten sehr unterschiedlich zu geht. Mein erster Eindruck wurde geprägt durch den obligatorischen Einkauf nach dem Urlaub, denn der Kühlschrank hat sich ja nun nicht selbst während der Abwesenheit  gefüllt. Während ich mich sehr an die Freundlichkeit griechischer Einzelhändler gewöhnt habe, wurde ich gleich passend im Discounter um die Ecke mit „deutscher Freundlichkeit“ begrüßt.

Kaum an der Kasse beim Penny, an der aktuell niemand wartete, stand der Kassierer auf, sah mich meine Basics auf das Warenband legen, verdrehte die Augen und setzte sich mit einem „ach ne, nicht noch einer“ widerwillig wieder hinter sein digitales Datenerfassungsterminal. Schade, dass man als Kunde so ungerne an der Kasse eines Supermarktes gesehen wird. Nachdem dann auch endlich alle meine Artikel gescannt waren, ich aber kein Plastiktütenkäufer bin, dauert es vielleicht 5 Sekunden zu lange, alle Artikel in meinen Rucksack zu verstauen, so dass er sehr eindrucksvoll mit Nachdruck noch einmal den Endbetrag laut murmelte. Ich meinte auch vielleicht ein kleines Lächeln in seinem Gesicht zu haben – vielleicht hat er auch nur die Zähne gefletscht. Ich suchte also unter sehr strenger Beobachtung mein Kleingeld möglichst passend zusammen, immerhin kam nach mir niemand, den ich an der Kasse aufhalten konnte. Ich bekam mein Restgeld und den Kassenbon unter einem leisen „haschedschdschbll“ überreicht. Ich nahm ihn dankend an und wünscht ich würde beim verlassen dieser Einrichtung gleich wieder unter der Sonne Griechenlands stehen!

Es gibt allerdings auch positive „Ausnahmen“

Nach diesem Erlebnis fehlten noch ein paar spezielle Artikel, die es eben nicht im Discounter gibt und somit war es klar, dass ich mich in ein weiteres Abenteuer stürzen musste. Also kurz eine Tür weiter und noch schnell in den REWE. Längere Schlangen an den Kassen, sauberer Eindruck, frischere Produkte (zumindest augenscheinlich) und sehr viel angenehmeres Licht. es muss ja einen Grund für den offensichtlichen Preisunterschied haben. Also schnell die wichtigsten Produkte noch eingekauft und noch einmal zum „Werbeopfer“ geworden (Dank gutem Productplacement). Okay, die Kassen waren nicht wirklich leer, ABER es wurde auch schnell reagiert. Kaum bildete sich eine etwas längere Schlange, ertönte auch gleich die Durchsage mit der Bitte, eine weitere Kasse zu besetzen. Dieses geschah auch recht zügig. Vor mir eine sehr alte Dame und die Kassiererin zeigte sich überaus freundlich! Legte der Dame die Waren in den Korb, kommunizierte mit einem Lächeln mit ihr und bot ihr an, auch gerne nach Kleingeld im Portemonnaie zu schauen.

Als ich dann an der Reihe war wurde ich mit einem freundlichen „Guten Tag – Hallo!“ begrüßt, meine Waren wurden gescannt und mit Bedacht wieder auf das Förderband gelegt. Der Endbetrag war eindeutig zu verstehen und mit dem Kassenzettel bekam ich auch freundlich eine kleine Packung Fußballbilder zur EM überreicht. Da ich selber damit nicht viel anfangen kann, nach mit allerdings eine junge Mutter mit einem kleinen Jungen ihre Waren bereits auspackte, konnte ich mit diesen dem Nachwuchs noch eine kleine Freude bereiten :)

Da zeigt es sich wieder, dass Freundlichkeit nicht schmerzt und eine viel angenehmere Grundstimmung erzeugt! Denn obwohl der vorhandenen Warteschlange an der Kasse, kam es mir nicht anstrengend vor, zu warten.

Der Unterschied zwischen Discounter und Supermarkt

Es mag viele Gründe geben, warum die Servicequalität so unterschiedlich erscheint, aber es ist auch einfach zu erklären. So lange beim Discounter eben rein profitorientiert gehandelt wird, wird es dort auch keine echten Qualitätsstandards geben. Wir waren alle schon einmal beim bekanntesten und ältesten Discounter ALDI und uns ist allen bewusst geworden, dass hier tatsächlich rein der Umsatz im Mittelpunkt steht. Keine Freundlichkeit, keine Kommunikation, keine echte Produktpräsentation. In einem Supermarkt oder Warenhaus kommt es eben doch auch immer noch auf den Kunden an. Das schlimmste an diesem Missstand ist, dass der Kunde es mit sich machen lässt. Die Macht sollte wieder beim Kunden und nicht beim Preis liegen. Schwierig in diesen Zeiten, da Geld nicht wirklich ein Überschussprodukt ist. Dennoch kann und sollte man sich als Verbraucher selber einmal überlegen, ob einem ein wenig Service nicht vielleicht doch die paar Cent wert sind, die man dafür eben drauf legen muss.

Sehr erfreut bin ich immer wieder, wenn ich mich in einen der größeren Einzelhändler begebe, in denen es noch diese so genannten „Frischetheken“ gibt. Wenn hier noch Produkte aus der Region angeboten werden, dann wird sich meine Entscheidung ganz schnell festigen, meine Waren hier zu beziehen. Ob es Fleisch, Fisch, Käse, Obst, Gemüse oder auch die Bio Eier vom Bauern aus der Region sind. Der selbstauferlegte Zwang immer mehr Geld sparen zu wollen, treibt den Konsum so weit auf die Spitze, dass irgendwann der Aufschrei nach neuer Qualität wieder kommen muss.

Mein Fazit

Gerne hin und wieder nach Angeboten ausschau halten, aber vielleicht nicht unbedingt um jeden Preis Geld sparen. Denn Service kostet Geld und der Einkauf nicht beim Discounter stärkt die Wirtschaft, schützt Arbeitsplätze und zeigt den Billighändlern, dass sie eben nicht „um jeden Preis“ mit dem Verbraucher machen können was sie wollen. Letztendlich muss es jeder für sich selber entscheiden.

Wie denkt Ihr über dieses Thema? Sind die Discounter vielleicht einfach nur besser im Einkauf der Produkte und können sie deshalb so günstig anbieten? Eure Meinung sehr gerne in die Kommentare!

Autor: [TBer]

TBer, wer ist eigentlich dieser TBer? TBer ist ein ganz normaler Bewohner dieses Planeten genannt Erde. Er ist ein ganz normaler Typ mit einem Job, verschiedenen privaten Interessen, einer kleinen Familie und einem mehr oder weniger gesunden Menschenverstand, sowie einer eigenen Meinung und einer manchmal sehr eigenen Art von Humor. Eigentlich heißt er Thorsten W. D. Berger und wurde in den sehr frühen 70er Jahren mitten im Ruhrpott geboren. Dieser ist die Heimat eines ganz besonderen Schlag Menschen mit einer sehr innigen Beziehung zur Arbeit, die hier liebevoll "Maloche" genannt wird, hier gibt es auch eine ganz eigene Art von Humor, die man erst einmal verstehen muss. Viele Jahre seiner Kindheit hat er in einer der schönsten Städte der Welt, mit dem gestörtesten Verhältnis zu Düsseldorf verbracht: Köln. Die Jugend erlebte TBer aufgrund familiärer Umformungen in einem Bundesland, das ihm selber wie vielen anderen Menschen auch ein kleines Geheimnis ist: Hessen. Von hier aus ging die Reise über Bayern in den Norden der Republik. Seit Mitte der 90er nun schon wohnhaft im interessanten und manchmal verwirrenden Hannover. Von hier aus erzählt TBer von seinen Erlebnissen, Gedanken und lässt diesen auch manchmal einfach freien Lauf in seinen Texten und/oder Videos. TBer ist der Typ Mensch, der sich basierend auf seiner Erfahrung das Leben einmal genauer betrachtet und viele Geschehnisse auf sich wirken lässt unter Berücksichtigung der modernen Informationstechnologie und Quellen, die dem interessierten Bürger zur Verfügung stehen. Er hat niemals und wird niemals den Anspruch erheben, alles richtig zu verstehen, geschweige denn verstanden zu haben. Es ist auch nicht alles bierernst zu nehmen oder gar wissenschaftlich fundiert, was hier so zu finden ist. Doch auch diese Gedanken dürfen und müssen von einem mal zu Ende gedacht werden! Wichtig ist, einfach mal mit den Gedanken auszubrechen und sich zu lösen von indoktrinierten Gedankenmustern und zu erkennen, ob es da draußen doch irgendwo intelligentes Leben gibt....

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.