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Blitz by tber.de

Blitze fotografieren einfach erklärt

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Die Bilder sind faszinierend, aber wie geht das mit dem Blitze fotografieren?

Erst einmal müssen wir uns überlegen, was Blitze überhaupt sind. Blitze sind elektrische Entladungen, die sich in der Atmosphäre abspielen. So, das hätten wir geklärt, aber wie lange sind sie sichtbar? Ein paar wenige Bruchteile einer Sekunde, denn so eine Entladung ist schneller vorbei, als wir sie sehen. Was wir „sehen“ ist tatsächlich nur die Lichteinwirkung auf unser Auge. Jetzt erinnere ich mich an viele Stimmen, die sich dann überlegen und fragen:“Wie kann man denn da Blitze fotografieren?“ Alles eine Frage der Logik! Wenn ich eine kurze, aber sehr intensive Lichterscheinung schnell nicht erwische, dann muss ich eben so lange aufzeichnen, bis ich den Blitz „drauf habe“. Bedeutet, dass einfach so lange belichtet wird, bis der Blitz eingefangen ist.

Welche Technik braucht man zum Blitze fotografieren?

Grundsätzlich braucht man keine Spiegelreflexkamera, wenn man eine Kamera hat, an der man die Blende, die Belichtungszeit und die ISO manuell einstellen kann. Da dieses aber eher selten ist bei den heutigen Kompaktkameras (über Handykameras rede ich jetzt einfach mal so gar nicht ^^), ist wohl eine Spiegelreflexkamera sinnvoller. Ob diese nun digital oder analog ist, überlasse ich jedem selber. Meine bessere Hälfte schwört eigentlich auf analoge Kameras, akzeptiert aber auch die digitalen. Es muss kein 1.000 Euro Modell sein, recht gute Ergebnisse erzielt man auch mit den günstigeren Modellen. Es hängt eben nicht alles vom Preis der Technik ab, sondern wie gut man das benutzen kann, was man hat. Deshalb kurz zu meinem Setup:

 Welche Einstellungen braucht man zum Blitze fotografieren?

Du bist kein Fotograf, du hast lediglich eine vollkommen überteuerte Kamera!

Du bist kein Fotograf, du hast lediglich eine vollkommen überteuerte Kamera!

Wer sich bereits mit einer Spiegelreflexkamera mit manuellen Einstellungen befasst hat, dem sind die folgenden Einstellungen nicht fremd, jeder der mit den folgend genannten Begriffen Schwierigkeiten hat, der muss wohl noch einmal genau nachlesen. Deshalb habe ich die wichtigen Fachtermini auch verlinkt, so dass ein Einlesen leicht fällt. Wie die Einstellungen genau justiert werden an den entsprechenden Modellen? Dazu gibt es nur eine Antwort „RTFM“ (read the fucking manual!) wie es „neudeutsch“ so schön heißt. Lest ein wenig in der Bedienungsanleitung Eurer Kamera, das hier ist kein Einsteiger Tutorial zur Bedienung Eurer Kamera, sonst seid ihr schnell wie auf diesem Bild hier zu erkennen ;) Doch jetzt einmal zu den Einstellungen, kurz zusammengefasst benutze ich:

[GARD align=“right“]Das ist schon alles! Ein paar kurze Worte dazu, was diese Einstellungen bewirken:

  • ISO 100 sorgt dafür, dass nicht zu viel Rauschen in der Aufnahme ist
  • die Blende ist verantwortlich dafür, wie viel Licht auf den Sensor trifft
  • die Zeit der Auslösung dient dazu, nicht auf die Blitze warten zu müssen, sondern lediglich bis sie einem auf die Linse treffen.
  • Den Focus stelle ich auf unendlich, weil die Blitze nun einmal mehr oder weniger unendlich weit weg sind ;)

Im Klartext drehen wir den Spieß um und warten nicht bis die Blitze kommen, sondern darauf, dass das Licht der Blitze auf unsere Linse trifft. So einfach ist das Blitze fotografieren.

Ist das schon alles?

natürlich ist das nicht alles, das es braucht zum Blitze fotografieren! Es gibt noch viele Kleinigkeiten zu beachten, wenn man Blitze noch „besser“ fotografieren möchte. Ich selber benutze eine Kabelfernbedienung, die ich derart feststellen kann, so dass sie fortwährend Bilder aufzeichnet. Somit muss ich nicht ständig neben der Kamera stehen/sitzen/liegen/kauern. Dazu nutze ich ein einfaches Dreibein. Zu der Platzierung der Kamera gibt es unterschiedliche Meinungen. Natürlich ist es besser, wenn man jegliches Streulicht ausschließen kann. Also sollte man sich in Gegenden begeben, in denen es keine Lichtausstrahlungen der Städte gibt zum Blitze fotografieren. Da diese Möglichkeit nicht jeder hat, geht es auch mitten in der Stadt.

Regen sichere Platzierung der Kamera beim Blitze fotografieren

Regen sichere Platzierung der Kamera beim Blitze fotografieren

Weil ein Gewitter mit Blitzen meistens nicht ohne Regen einher geht, sollte man sich einen Regen sicheren Platz suchen, bei dem auch einmal die Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen ist, dass die Kamera durch horizontalen Regen beschädigt wird und vor allem wenn bei offenem Fenster Fotografiert wird, nicht gleich die ganze Bude absäuft. Ich habe mein Dreibein einfach in die Badewanne gestellt, da kann eintretender Regen gleich ablaufen! Wenn die Kamera hoch genug positioniert wird, dann kann auch horizontaler Regen der Kamera nichts anhaben. Weiterhin ist es sinnvoll, eine Gegenlichtblende in der Stadt zu benutzen, um Streulicht zu vermeiden. Streulicht ist Licht, das seitlich in das Objektiv einfällt, obwohl es gar nicht im Sucher (durch die Linse) zu sehen ist. Das können Straßenlaternen sein oder auch beleuchtete Fenster eines gegenüberliegenden Hauses. Der beste Zeitpunkt, zum Blitze fotografieren ist die so genannte „blaue Stunde„. Die Lichtverhältnisse sind einfach grandios zu diesem Zeitpunkt. Um es ganz flexibel zu gestalten, sollten die Bilder im RAW Format aufgenommen werden, damit haltet Ihr Euch jeglich Bearbeitungsmöglichkeiten offen. Danach heißt es „nur noch“ die Bilder auf den Rechner zu kopieren/verschieben. dann beginnt die eigentliche Arbeit! Jetzt müssen die Bilder noch nachbearbeitet werden, um solche Ergebnisse zu erzielen, wie sie als „ooohhhh!“ oder „aaahhh!“ angesehen werden. Hier braucht es wieder ganz andere Kenntnisse. Manchmal sind die Ergebnisse vom Blitze fotografieren aber auch viel schöner, wenn sie nicht bearbeitet sind. Wer seine Kameraeinstellungen ein wenig im Griff hat, der kann Ergebnisse wie diese erzielen:

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Grundsätzlich braucht man keine Spiegelreflexkamera zum Blitze fotografieren, wenn man die Blende, die Belichtungszeit und die ISO manuell einstellen kann.
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Autor: [TBer]

TBer ist Thorsten Berger. Geboren 1971 im wunderschönen Ruhrpott und aufgewachsen in Köln und Hessen. Als leitender Mitarbeiter in einem Serviceunternehmen, Musiker und freischaffender Künstler bin ich geübt darin, mit offenen Augen durch das Leben zu gehen und auch mal genauer hinzusehen. Dies führt oft dazu, dass es mal mehr mal weniger humoristische Wahrnehmungen des Alltäglichen kommt. Alles mit einem kritischen und einem lächelnden Auge zu betrachten, so macht das Leben am meisten Spaß! Besucht mich doch auch einmal in den sozialen Netzen, die Links findet ihr rechts in der Leiste.

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