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Blick aus dem Bergdorf Zia über die Insel Kos
Blick aus dem Bergdorf Zia über die Insel Kos

Ausflug ins Bergdorf Zia und Kos Stadt – Tag 3

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Mit dem Buggy durch die Berge

Nachdem wir am Vortag die Reservierung für diese verrückten kleinen Buggys für die Fahrt in das Bergdorf Zia platziert hatten, war es nun an der Zeit diese endlich abzuholen! Wie im vorigen Artikel schon beschrieben arbeitet das Caravia Beach Hotel
mit der lokalen Autovermietung TRUST zusammen und diese haben auch eine Anlaufstelle direkt vor dem Hotel auf dem hauseigenen Gelände. Somit ist hier eine bestehende Geschäftsbeziehung, die hier keine von beiden Seiten gefährden möchte und das gibt einem schon eine gewisse Sicherheit, wenn man in einem fremden Land mit einem Leihwagen unterwegs sein möchte.

Übergabe der Fahrzeuge und erste Eindrücke

Buggys auf Kos sind echt FUN!

Buggys auf Kos sind echt FUN!

Wie üblich muss auch hier der Führerschein vorgezeigt werden und dann kommt man auch schon zum eingemachtem: Mietgebühr, Versicherung – alles Kosten, die man zusammen betrachten muss. Es gilt zusätzlich zum Mietpreis immer darauf zu achten, welche Versicherungen mit angeboten werden. Es gibt hier in erster Linie eine Art „Relax Package“. Darin ist eine Art Vollkasko mit Selbstbehalt enthalten. Diese variiert zwischen 500 oder 250 Euro. Da mir (zum Glück noch) nie ein Auto kaputt gegangen ist, reichte mir immer die mit 500. Das bedeutet dann noch einmal 10 Euro mehr. Das ist allerdings zu verkraften. Bedeutet für heute je Fahrzeug 70 Euro Gebühr + die 50 Euro hinterlegte Kaution.

Uns war schon ein wenig mulmig hinsichtlich dieser Kaution, aber dazu dann später noch einmal mehr. Die Einweisung war schnell erledigt. Diese lustigen Buggys haben eine Automatikschaltung mit entweder mehr Kraft oder mehr Geschwindigkeit. Einen Rückwärtsgang für Lebensmüde und natürlich „D“ und „N“. Jede Menge Überrollbügel und zu allem Spaß (und zum Ärger der mitfahrenden Mädels) haben diese Fahrzeuge KEINE Windschutzscheibe! Aber geil ist es dennoch! Okay, die Einweisung ist durch, jetzt kann es los gehen!

Mit dem 800cc Rasenmäher ins Bergdorf Zia

Mit dem Buggy in das Bergdorf Zia

Mit dem Buggy in das Bergdorf Zia

Die Dinger schnurren wie doof und machen einen wahnsinnigen Lärm! Das beste ist der Fahrtwind, der aufaddiert zu 30 km/h Gegenwind bei 40 km/h echt anstrengend ist! Zum Glück hatten wenigstens wir Fahrer vollumschließende Brillen auf, die Beifahrer hatten mehr mit den Augen zu kämpfen. Das Fahrgefühl hat aber für einiges entschädigt. Da diese Fahrzeuge für den Offroad Betrieb gedacht sind, haben sie mit den sehr grobstolligen Reifen so ihre Probleme auf Asphalt. Unfreiwilliges Driften inklusive. Später haben wir auch gesehen, dass im Display beim Einschalten grundsätzlich geschrieben steht, dass diese Vehikel lediglich offroad betrieben werden sollen – ungültiger Zirkelbezug!

Wir haben ohne Offroad gebucht, dürfen aber eigentlich nicht mit Offroad fahren. Hat der Fahrt keinen Abbruch getan. Allerdings kann man auch sagen, dass der alte Satz „wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“ immer noch seine Gültigkeit hat. Da diese Buggys mit 800ccm ausgestattet sind und dadurch einen nicht wirklich großen Tank haben, ist hier auch das Tanken ein Abenteuer! In Griechenland scheint es üblich zu sein, nur leere Tanks in Leihwagen zu haben. Also an eine Tankstelle gefahren und erst einmal getankt. Ein unüberlegter Moment und man nickt dem Tankwart zu wenn er freundlich fragt, ob er voll tanken solle. So sind dann mal eben 50 Euro im Tank gelandet, die man nie wieder heraus bekommt. Egal, verbucht unter der Kategorie Lehrgeld.

Ankunft und Rundgang Bergdorf Zia

Ankunft im Bergdorf Zia

Ankunft im Bergdorf Zia

Das Bergdorf Zia ist ein touristischer Hochpunkt für viele Reisende. Man muss es nicht gesehen haben, es schadet aber auch nicht, hier gewesen zu sein. Die Auffahrt ist sehr spannend, wenn man sie selber organisiert. Es fahren auch regelmäßig Busse ins Dorf. Wenn man dann oben ist, dann wirkt es alles recht klein und sehr überschaubar. Den Anfang macht eine Barista Bar, die in erster Linie Alkohol und keinen Kaffee ausschenkt. Dann geht es um die Kurve direkt auf den zentralen Platz von Zia. Hier gibt es verschiedene Restaurants, einen Briefkasten und ein paar Parkplätze auf denen das Parken verboten ist. wenn man der „Hauptstraße“ durch die Siedlung folgt, dann ist man nach rund 300 Metern auch schon am Ende.

Auf dem Weg liegen wie in Griechenland in allen Tourismus Hochburgen jede Menge der Souvenirläden, die alle ähnliche Dinge anbieten. Das beste, das man in Zia kaufen kann ist ein ganz bestimmter Zimtlikör, der hier direkt hergestellt wird. Die vielen anderen Dinge findet man sowohl in Kos Stadt als auch teilweise zu gleichen Preisen im Hotel eigenen Shop! Ansonsten kann man hier noch ein paar erfreuliche Dinge entdecken. Zum Beispiel werden von sehr vielen Veranstaltern von Ausflügen Fahrten ins Bergdorf Zia zum Sonnenuntergang angeboten. Wenn man vom Marktplatz nach rechts durch eine sehr schmale Gasse den Berg weiter hoch geht, dann kommt man noch an eine sehr idyllische kleine Kirche und vor allem auch an die beiden Restaurants, die abends das Thema Sonnenuntergang behandeln.

Alchimion, Zia, Kos, Griechenland

Alchimion, Zia, Kos, Griechenland

Wenn man sich hier ein wenig abschweifen lässt, dann findet man eine sehr kleine und niedliche kleine Kaffee Bar in einer Art Hinterhof. Hier haben wir uns niedergelassen und sind mehr als nur positiv überrascht worden. Sehr freundlicher Service und tolle Getränke und eine sehr entspannte Atmosphäre. Den Namen ALCHIMION sollte man sich hier einfach einmal merken. Besonders fasziniert war ich davon, dass sie ihren Kaffee komplett FAIR TRADE erwerben und das auch deutlich zum Ausdruck bringen, was man auch an der Qualität als geneigter Kaffeetrinker merkt. Eine eigene Webseite gibt es hier leider nicht, aber die Bewertungen auf Facebook sprechen schon einmal für sich.


Weiter zum Asklepion

Nachdem wir diesen Kaffee ordentlich haben sacken lassen, machten wir uns auf dem Weg zum Asklepion. Hier noch ein kleiner Tipp meinerseits: Wenn man die Strasse zurück fährt, dann kommt man in ein kleines Dorf in dem der Weg zur Hauptstraße nach links ausgewiesen wird, hier sollte man einfach mal rechts abbiegen und sich die Landschaft in Ruhe anschauen. Auf der Strecke zum Asklepion kommt man noch an einem Aussichtspunkt vorbei, den ich hier nicht näher beschreiben muss, denn den erkennt man sofort. Er liegt in einer Rechtskurve und man fährt direkt darauf zu.

Eigentlich muss man hier nur geradeaus direkt auf diesen kleinen Schotterplatz fahren und schon kann man einen der schönsten Blicke über die Insel werfen. Wenn es dann weiter geht, dann einfach der Straße folgen, bis es zu einer Spitzkehre kommt. Diese ist dann auch ausgeschildert. Die erste Abfahrt sollte man allerdings nicht nehmen, denn das ist die Ausfahrt von diesem Gelände ;-) Wenn man dann erst einmal zum Asklepion gekommen ist, findet sich hier ein sehr großer Parkplatz – mit ausreichend Schattenplätzen.

Das Asklepion selber ist alt und teuer

Wer sich dafür interessiert, dem muss gesagt sein, dass es sich beim Asklepion um eine alte Ruine handelt! Hier soll der Geschichte nach Hippokrates die moderne Medizin begründet haben. HIer steht auch diese uralte Platane, unter welche die ersten Schüler von Hippokrates unterrichtet worden sein sollen. Diese Platane ist und kann eigentlich nicht mehr diese welche sein, denn die Lebenserwartung dieser Bäume reicht nicht wirklich bis in die heutige Zeit. Aber das ist nur ein Sidefact, den ich hier gar nicht genauer beleuchten möchte. Die Ruinen sollte man sich einmal bei auch nur geringem Interesse geben. Hier erkennt man schnell, dass die griechische Kultur schon früh weit entwickelt war und dieses Gebäude doch schon 2 Etagen haben sollte. Was einen etwas abschrecken könnte sind die 8 Euro Eintritt, um sich diese alten Steine anzusehen. Ob es hier möglich ist kann ich nicht sagen, aber an der Festung in Kos Stadt gibt es eine Kombikarte die 3 Tage gültig ist, aber dafür gilt diese für die Festung, das Asklepion und auch andere historische Stätten.

Auf nach Kos Stadt!

Nachdem wir den angemessenen Teil Kultur für heute erledigt haben, wollten wir dann auch noch weiter nach Kos Stadt – man braucht ja auch ein Kontrastprogramm zum Bergdorf Zia! Mit den gemieteten Buggys war das auch ein echtes Erlebnis! Die Straßen auf Kos sind nicht immer die besten, um nicht zu sagen meistens die schlechtesten. Hier lohnt sich also eine gute Federung, auch wenn wir keine Offroad Option gebucht haben. Der Verkehr in Kos Stadt ist nicht kompliziert, man muss sich nur erst einmal an die Zeichen gewöhnen, dann klappt das alles ganz prima. Die meisten Verkehrsteilnehmer auf dieser Insel erkennen Touristen schon an den sehr prominent angebrachten Logos der Vermieter und verhalten sich entsprechend.

Also mit den beiden doch recht geräuschintensiven Vehikeln durch den Stadtverkehr und die Hafenpromenade entlang bis wir mitten im Zentrum ankommen an diesem lustigen Delfinbrunnen. Hier lässt sich mit ein wenig Geschick immer ein Parkplatz für den Leihwagen finden. Also das Fahrzeug ordentlich abgestellt, man weiß ja nie, ob man sich nicht doch noch ein Ticket hier einhandeln kann. Danach dann erst einmal zu Fuß die Touristenmeile entlang. Wenn ich eines in meinen Griechenland-Aufenthalten gelernt habe, dann dass es hier Parfum und Converse Sneaker (Chucks) zu „Sonderpreisen“ gibt.

Natürlich sind es alles Fakes, doch wenn man sich das entsprechend hoch rechnet und als Grundlage nimmt, dass diese Schuhe höchstens ein Jahr halten, dann sind 12 bis 18 Euro dafür nicht zu viel. Der Vorteil ist, dass man sich gleich mehrere Paare einpacken kann und somit gleich eine Farbauswahl Zuhause hat. Also erst einmal noch ein paar eingepackt, das farblich noch fehlte daheim. Parfum kostet hier zwischen 15 und 18 Euro. Auch hier darf man nicht von Originalprodukten ausgehen. Aber der Duft ist schon sehr nah am Original, so dass es einem nicht viel ausmachen darf, wenn man es denn gerne einmal haben und tragen möchte.

Weiter in die Altstadt von Kos Stadt

Kos Stadt, Altstadt

Kos Stadt, Altstadt

Hier findet man alles, was man als Tourist so braucht. Die größte Überraschung war für mich ein McDonalds Restaurant, das scheinbar eine magische Anziehung auf die anwesenden Besucher dieser Insel auszuüben schien. Es wurde vielleicht mit Berechnung errichtet, allerdings glaube ich eher, dass es ursprünglich einfach für die Bewohnen dort platziert wurde und nun dankbar von etwas ängstlichen Essern annektiert wurde. Viele Familien mit kleinen Kindern und die Menschen, die dieser Art von Restaurant ihren Charme und Ruf verliehen waren anwesend. Wir haben uns kategorisch gegen den Besuch dieser Einrichtung entschieden, immerhin hat die griechische Küche mehr als nur Gyros oder Pita zu bieten.

Nachdem auch das Problem der Nahrungsaufnahme in einer der lokalen Tavernen erledigt war, sollten wir uns auch mal auf den Weg zurück zum Autoverleiher machen. Da mit den hochtourigen Rasenmähern die zentrale Verkehrsader von Kos nicht wirklich eine Alternative war, entschied ich mich dafür, die Route des letzten Jahres wieder zu fahren – direkt an der Küste entlang. Hier kommt man noch ein wenig in die Außenbezirke von Kos Stadt und kann die Insel noch ein wenig mehr von seiner privaten Seiten kennen lernen. Auf dem Weg kommt man auch noch an einem etwas größeren Konstantinos vorbei, in dem es auch verschiedene Produkte gibt, auf die ich immer wieder angesprochen werde, in welchem Land sie wohl zu welchen Preisen zu haben sind (Alkoholika und Zigaretten meistens). Die Zigaretten in Griechenland werden scheinbar irgendwie nach Gehalt bepreist und sind objektiv erst einmal günstiger als in Deutschland. Was das genau an Ersparnis ausmacht überlasse ich jedem selber heraus zu finden.


Finaler Abschluss – die Fahrzeugrückgabe

Nach erfolgreicher Fahrt entlang der Küstenlinie von Kos in Richtung Marmari / Caravia Beach Hotel
sind wir wieder am Hotel. Hier ist ja eigentlich die Vertretung der Autovermietung… doch was ist los? Hier ist niemand, der unsere beiden Buggys wieder entgegen nimmt! Also kann der erste Weg nur zur Rezeption sein. Hier wird auch gleich telefoniert und uns zugesagt, dass wir die Schlüssel dort lassen könnten und damit wäre es erledigt. So weit so gut, aber was ist mit unserer Kaution? Wir haben immerhin 2 Mal 50 Euro Deposit hinterlegt. Das wollte in dem Moment auch dann gleich die Rezeption noch mit klären.

Hört sich gut an und ich vertraue den Damen am Empfang auch, denn diese haben bereits eine Menge möglich gemacht, was vielleicht nicht zu normal ist. Uns wurde gesagt, dass sich jemand innerhalb der nächsten 30 Minuten melden würde, vor allem wegen des Deposit. Wir also aufs Zimmer, erst einmal geduscht, denn mangels Windschutzscheibe war doch einiges an Staub an uns zu finde. Danach in Ruhe zum Essen und danach gab es von der Rezeption auch jeweils einen Umschlag mit 50 Euro Inhalt. Fazit: Leihwagen bevorzugt über das Hotel abwickeln lassen!

Der Abend bekam nach einem sehr leckeren Abendessen dann noch den angemessenen Ausklang bei ein paar Runden Doppelkopf! Euch jetzt auch eine gute Nacht wenn ihr hier wie viele Leser zum Einschlafen noch durch die Worte gehüpft seid – ansonsten viel Vorfreude auf den nächsten Artikel! Vielleicht habt ihr ja auch Lust, einen Kommentar oder einen Daumen nach oben da zu lassen…

Die einzelnen Artikel / Tage (wird ergänzt, sobald ein neuer Teil verfügbar ist):

Autor: [TBer]

TBer ist Thorsten Berger, geboren 1971 im wunderschönen Ruhrpott und aufgewachsen in Köln und Hessen. Als Musiker und freischaffender Künstler bin ich geübt darin, mit offenen Augen durch das Leben zu gehen und auch mal genauer hinzusehen. Dies führt oft dazu, dass es mal mehr mal weniger humoristische Wahrnehmungen des Alltäglichen kommt. Alles mit einem kritischen und einem lächelnden Auge zu betrachten, so macht das Leben am meisten Spaß! Besucht mich doch auch einmal in den sozialen Netzen, die Links findet ihr rechts in der Leiste.

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