"Eine alte Tür, angelehnt an eine Wand, eine schwere Kette und am Ende dieser - ein Hund. Regen, Frost, Schnee.... und die einzige Möglichkeit sich davor zu schützen ist diese Tür. Futter? Immer dann, wenn die Besitzer sich an den Hund erinnerten ......und sie hatten eine sehr löchrige Erinnerung."
Das Leben an der Kette ist nun endlich vorbei. Tierschützer aus Polen konnten die Schäferhündin mit Hilfe der Polizei von ihrem Besitzer befreien. Er ließ Trufla fast verhungern. Nun war Trufla die Kette zwar los, aber dafür saß sie im Tierheim Ostroda mit null Aussicht, dieses jemals verlassen zu können. Doch, sie hätte es verlassen, und zwar nach ihrer Einschläferung. Denn die war vorgesehen.
Rechtzeitig wurde sie von uns davor bewahrt und mit nach Deutschland gebracht – dank eines befreundeten Tierschutzvereins der die Betreuung Truflas nach Zusage der Kostenübernahme durch uns zugesagt hat. Wir wußten, dass die Hündin nicht 100%ig in Ordnung war, sie kam hinten schlecht hoch, fiel beim mehrfach Spaziergang um. Dieses Video entstand kurz vor ihrer Abreise aus Polen:
http://www.youtube.com/watch?v=zw-tm99Gm60
Bei unserem Besuch im Februar in Ostroda war Trufla noch völlig unauffällig was das Laufen anging. Seinerzeit war lediglich ein Hautpilz bekannt, der jedoch auf die Behandlung in Polen gut ansprach. Trufla plötzlich so zu sehen, hat uns das Herz zerrissen und wir haben Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, dass die Schöne mit nach Deutschland reisen kann.
Mammatumore waren uns erst beim Einladen in den Thermohänger aufgefallen.
Endlich in Deutschland und damit noch soeben dem sicheren Tod entgangen, bezog Trufla ihr Quartier in einer Hundepension. Leider fand sich auf die Schnelle keine Pflegestelle, die Trufla ein ebenerdiges Zuhause hätte bieten können. In der Pension wird sie täglich zu kürzeren Spaziergängen ausgeführt – Trufla genießt jegliche Form der Zuneigung und Aufmerksamkeit – saugt alles auf, wie ein Schwamm.
Am 6.5. wurde Trufla in Deutschland dem Tierarzt vorgestellt. Sie wurde gründlich untersucht, dabei wurde eine Verdickung im Bauchraum ertastet, es wurde Blut abgenommen und ein Ultraschall des Bauchraumes durchgeführt, sowie ihre Hüfte, Wirbelsäule und Herz geröntgt. Die Schwierigkeiten beim Laufen sind das geringste Übel, die Ursache dafür liegt im Rückenbereich und ist nervlich bedingt. Im Muskel des linken Hinterbeines steckt ein Projektil, es ist in Polen wohl auf sie geschossen worden !!! Bei der Ultraschall-Untersuchung bestätigte sich der Verdacht des tennisballgroßen Tumors an der Milz. Auch hat sie mehrere Mammatumore. Es wurde ein großes Blutbild veranlasst, außerdem wurde zusätzlich ein Herzultraschall gemacht. Trufla zeigte sich während all dieser Maßnahmen von ihrer besten Seite. Hier in Deutschland läuft sie immer besser – eine Behandlung bei einem Osteopathen hat sie noch ein Stück mobiler gemacht.
14.5.2010
In der Tierklinik in Bielefeld soll bei Trufla noch einmal ein Herzultraschall zur zusätzlichen Kontrolle erfolgen. Wir atmen auf, am Herz wurde kein Tumor gefunden. Gegen eine Entzündung erhält sie Antibiotika.
19.5.2010
Heute wurde Trufla operiert. Die Milz wurde komplett entfernt und gleichzeitig wurde die Hündin kastriert. Die OP verlief problemlos. Trufla verblieb stationär in der Praxis. Sie zeigt gute Fortschritte, am Dienstagmorgen nach Pfingsten konnte sie abgeholt und in die Pension zurückgebracht werden.
Die Rückkehr verlief problemlos. Trufla schick im T-Shirt, denn dann kann sie auf den Halskragen verzichten. Sie hat sich bis heute gut erholt, läuft besser als je zuvor. Dass sie die OP so unkompliziert weggesteckt hat, erstaunt sehr. Es geht ihr viel besser als vorher. Sie ist munter und guter Dinge und sucht unendlich viel Kontakt zu Menschen, drückt sich an sie und möchte nie mehr loslassen.
Unser größter Wunsch: Eine private Betreuung für Trufla.
Juni 2010
Eine weitere Blutuntersuchung hat ergeben, dass Trufla an einem multiplem Lymphom leidet. Keine gute Diagnose.
Die einzige Behandlung, die nun noch helfen kann ist eine ganz neue Form der Krebstherapie. Hier wird das Blut mit Laser bestrahlt, um so die verbliebenen Krebszellen zu zerstören. Auch ihre vorhandenen Mammatumore sollte unter der Behandlung kleiner werden bzw. verschwinden – wir erhoffen uns sehr viel davon!!!
Diese Behandlung wird Mitte Juli durchgeführt.
Trufla hat es so sehr verdient, noch einmal glücklich und beschwerdefrei die schönen Seiten des Lebens kennenzulernen. Ganz tapfer durchsteht sie alle Behandlungen.
Wer in ihre Augen schaut, wird verstehen warum wir weiter für sie kämpfen müssen – in ihren Augen steckt unendlich viel Lebensmut und Lebenswillen. Im allerletzten Moment hat sie ihr Ticket nach Deutschland gelöst, da in Polen das Geld für eine Behandlung komplett gefehlt hätte. Der Termin zur Euthanasie stand fest – ihre Reise nach Deutschland soll und kann nicht umsonst gewesen sein.
Möchten Sie Trufla in ihrem Kampf gegen den Krebs finanziell unterstützen? Die bisherige Behandlung hat bisher 1500 Euro verschlungen und ein Ende ist zunächst noch nicht abzusehen.
Bitte helfen Sie uns, damit wir nicht kurz vor dem Ziel aus finanziellen Gründen aufgeben müssen – Trufla wird es Ihnen mit ganz viel Lebensmut und Kampfeswillen danken!!!
Bitte spenden sie unter dem Stichwort "TRUFLA" an: